Partielle Albiflora-Blüte bei Anacamptis morio

Der Naturfotograf David Greyo hat im südfranzösischen Departement Aveyron eine Anacamptis morio dokumentiert, die neben Blüten in der Standardfärbung eine einzelne Albiflora-Blüte aufweist. Das ist selbst mit Blick auf die besondere Variationsneigung von morio eine verblüffende Entdeckung und wirft die Frage auf, ob einzelne Blüten einer Pflanze ihren eigenen genetischen Bauplan haben.
Anacamptis morio - Photo: David Greyo
Photo: David Greyo

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Nigritella

Wolfgang Wucherpfennig berichtet in den soeben erschienenen “Berichten aus den Arbeitskreisen Heimische Orchideen” (Jahrgang 24, Heft 1/2007) über “Die Orchidee des Jahres 2007: das Schwarze Kohlröschen Nigritella nigra subsp. rhellicani, ein Kleinod der Berge” (S. 24-33). Dabei geht er auch auf die Farbanomalien ein. Er führt aus, dass die auffallend dunkelrote Farbe dieser Orchidee auf “eine außergewöhnlich hohe Konzentration von 2 Farbstoffen” erzeugt werde, einem purpurroten und einem gelben. Wenn das Pigmet für Purporrot fehle, “verändert sich die Blütenfarbe dann entsprechend über ziegelrot, orange bis zu gelb”. Fehlen die genetischen Voraussetzungen für die Entwicklung beider Farbstoffpigmente, so wäre zu ergänzen, ergeben sich Nigritella-Pflanzen mit weißen Blüten, wie sie von Jean-Pierr Brütsch in einem im Web verfügbaren Artikel als Nigritella nigra lus. alba bezeichnet wird.