Albiflora-Formen auf Alpenwiesen

Höhepunkt einer Exkursion in den Osttiroler Alpen ist eine Pflanze, die auf den ersten Blick wie eine etwas kräftigere Pseudorchis albida aussieht. Davon gibt es viele auf den Bergwiesen am Golzentipp (2317 m) nördlich von Obertilliach im Gailtal. Noch häufiger ist nur Gymnadenia conopsea. Ziemlich selten aber ist die Hybride zwischen beiden Arten. Der Blick auf die Einzelblüte zeigt, dass es sich hier um eine solche Gymnadenia conopsea x Pseudorchis albida handelt, die auch als xPseudadenia schweinfurthii bezeichnet worden ist.

Blütengröße, Lippenform und Spornlänge stehen bei dieser Pflanze zwischen Pseudorchis und Gymnadenia. Aber die Blütenfarbe zeigt kaum einen Einfluss der purpurviolett blühenden Gymnadenia conopsea. Allenfalls in den Sepalen ist ein Hauch von Violett zu erahnen. Andere Fundmeldungen dieser Hybride, auch vom Golzentipp, zeigen Blüten mit einem markanten Zartrosa. So kann bei dieser Pflanze angenommen werden, dass es sich um die Kreuzung zwischen einer Albiflora-Form von Gymnadenia conopsea mit Pseudorchis handelt. Denkbar wäre allerdings auch die Mutation einer Hybride mit der Folge eines Defekts der Pigmentbildung in den Blüten.

Albiflora-Formen von Gymnadenia conopsea sind recht häufig – sowohl auf den Golzentipp-Wiesen wie auf den ähnlich hoch gelegenen Wiesen oberhalb der Kircher Almen bei Untertilliach.

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